Das Politikerwort vom 10. Oktober 2018

Bargteheider Schulkinder auf unsicheren Wegen?

 

Ein ganz normaler Schultag an der Alten Landstraße in Bargteheide: Viele hundert Schulkinder kreuzen auf dem Weg zur Schule die Ampel Alte Landstr. Ecke Eckhorst und Am Bargfeld. Gymnasiasten, Waldorfschüler und die Grundschüler der Johannes-Gutenberg-Schule müssen morgens die dicht befahrene und oftmals gestaute Alte Landstraße überqueren.

 

Viele tausend Male ist dies gut gegangen, doch im Dezember 2017 und im März 2018 wurde ich Augenzeuge, wie dort ein Schüler fast überfahren wurde, obwohl er ordnungsgemäß über die grüne Ampel gehen wollte. Beim ersten Mal blieb das Auto wenige Zentimeter vor ihm stehen, beim zweiten Mal konnte er gerade noch zurückgehalten werden. Nach Aussagen anderer Eltern ist dies kein Einzelfall.

 

Warum achten die Autofahrer nicht auf die Kinder? Ich denke, das tun sie bestimmt, aber es gibt eine Besonderheit an dieser Kreuzung. Autofahrer, die stadtauswärts Richtung Hamburg fahren, müssen auf die wartenden Abbieger in die Straße Eckhorst warten. Dort gibt es einen Kindergarten und das Eckhorst-Gymnasium, daher kommt dies öfter vor. Die Ampel der Alten Landstr. haben sie dann schon im Rücken, sehen also nicht, wenn diese mittlerweile rot geworden ist. Ist der Abbieger nun endlich eingebogen und die Straße vor ihnen frei, geben sie Gas und treffen auf die Kinder, die über die inzwischen grüne Fußgängerampel gehen. Es kommt aufgrund der Gegebenheiten unweigerlich immer wieder zu dieser Gefahrensituation. Es gibt jedoch kein gelbes Blinklicht, welches die Autofahrer warnen könnte, dass die Fußgängerampel vor Ihnen grün geworden ist. Es sind nicht einmal Verkehrsschilder aufgestellt, die auf die Schule aufmerksam machen.

 

Nach dieser Sachlage brachte die FDP Bargteheide bereits im März diesen Jahres einen Eilantrag in den Ausschuss Planung und Verkehr ein, die Gefährdung für Kinder und Autofahrer mit dem Anbringen eines gelben Blinklichts zumindest zu verringern. Der Antrag wurde seitens der Verwaltung in eine Empfehlung umgewandelt und von allen Fraktionen einstimmig beschlossen.

 

Im Mai 2018 fragte ich bei dem zuständigen Sachbearbeiter nach, der mir daraufhin mitteilte, der Antrag läge beim zuständigen Sachbearbeiter im Kreis. Auch erneute Nachfragen Anfang September brachten bis heute keine Bewegung in der Sache. Diese lange Zeitspanne ist für uns nicht hinnehmbar und damit wird sie zu einem Problem, das nunmehr kommunalpolitischen Nachdruck und auch einmal das wachsame Auge zum Schutz unserer Kinder der Leitung im Rathaus erfordert.

 

Wir Freien Demokraten arbeiten wie alle anderen Fraktionen oftmals an kleinen, aber nichtsdestoweniger sehr wirksamen Verbesserungen für unsere Stadt. In der Presse wurde unlängst über die angeblich brüchig gewordene politische Harmonie in Bargteheide spekuliert. Nun, in solchen nach wie vor wichtigen Fragen ziehen wir hoffentlich nach wie vor alle an einem Strang.

 

Andreas Samtleben

Bürgerliches Mitglied der FDP,

Mitglied im Ausschuss Bildung, Jugend und Sport und diversen Arbeitsgruppen