Unsere Meinung - Archiv

18.02.2019

 

Bargteheide bis zum Ende denken - Teil 1

 

Die Klimaschutzmanagerin der Stadt ist eine engagierte Frau. Sie initiierte erst unlängst drei Tage Kopien-Sparen an Bargteheides Schulen, ein plakatives Vorhaben mit viel Medienecho. Langzeitwirkung? Zumindest zweifelhaft. Schüler befürchteten sogar, dass die Lehrerschaft dann eben vor den Spartagen ihre Kopierarbeiten erledigen würden. Können wir natürlich nicht beweisen, aber dieser "Ausweg" ist immerhin plausibel. Die Frage ist doch weniger, wie spare ich an drei Tagen Kopien ein, sondern wie spare ich DAUERHAFT Kopien ein? Dazu gibt es leider wenige bis gar keine Vorstellungen. Denkbar für uns sind z. B. mittelfristig sinkende Papierkontingente pro Lehrer oder noch besser: Mehr Einsatz von digitalen Medien bzw. Anschaffung von Lehrbüchern, statt dauernd etwas aus ihnen zu kopieren. Diese Fragen sollten sich übrigens nicht nur die Schulen sondern auch die Stadtverwaltung und ihre angegliederten Organisationen wie Bücherei und Volkshochschule stellen. Da gibt es noch eine Menge Potenzial! Auch die Stadtvertretung sollte endlich auf den papierlosen Geschäftsverkehr umstellen. Das ist mehr als überfällig. 

 

Übrigens: Eine Durchsicht zahlreicher kopierter Arbeitsblätter an einer Schule zeigte uns, dass viele Kopien nur einseitig bedruckt waren, während sie ohne Probleme auch beidseitig bedruckt hätten werden können. Das ist nicht nur umweltschädlich sondern letztlich auch eine zu rügende Steuerverschwendung. Ein Grund mehr, weniger auf Eigenreklame in den Zeitungen zu setzen, sondern endlich die Kärrnerarbeit  im eigenen Haus zu beginnen.

 

Ihre FDP-Fraktion in der Stadtvertretung

 

 

07.01.2019

 

Bargteheide und 2019.

 

 

 

Das neue Jahr ist noch jung und so wünschen wir allen Bürgerinnen und Bürgern Bargteheides ein frohes, gesundes und friedvolles 2019. Dieses Jahr stehen wieder wichtige Dinge an. Die Politik im Rathaus muss sich den Kopf zerbrechen, wie sie die Prioritäten in der Stadtentwicklung und vor allem bei den großen Investitionsvorhaben setzt.

 

Wir Freien Demokraten sind auch gespannt auf die Europawahl im Mai und erhoffen uns vor allem durch eine gute Wahlbeteiligung ein klares Signal aus Bargteheide für ein künftiges Europa. Unser schleswig-holsteinischer Spitzenkandidat Helmer Krane steht für die moderne Jugend, den optimistischen Aufbruch in die Zukunft und ein klares Bekenntnis für die Freiheit im Denken und Handeln und gegen die vielerorts zunehmende Bevormundung, die auch noch oftmals ideologisch motiviert ist und selten durch sachliche Beweisführung (siehe z. B. Diesel-Hysterie). Emmanuel Macron, der französische Staatspräsident, hat sich klar pro-liberal für die Europawahl positioniert.  Wir sehen uns da also in guter europäischer Gesellschaft.

 

Und dann sind da noch die vielen kleinen Projekte, an denen wir mitarbeiten: Bessere Infrastruktur, richtige Weichenstellungen für die Schullandschaft, Engagement für die Jugend, die Senioren und ja, natürlich auch für die große Mitte: die arbeitenden Menschen und jene, die schnell wieder in Lohn und Brot kommen sollen. Am Ende des Monats muss auch noch genug im Portemonaie für sie selbst übrig bleiben und nicht nur durch staatliche Besserwisserei umverteilt werden.

 

Zum Abschluss ein aktueller Gedanke zum Kino im Kleinen Theater. Das uns oftmals zu theatralische Wehklagen über den Weggang von Herrn Jansen sollte nun mal langsam abebben. Wer die Statistiken der Kinoförderung in Schleswig-Holstein auswertet, stellt fest, dass in den vergangenen Jahren oftmals gar nicht professionelle Kinobetreiber die Spitzenpreise eingeheimst haben, sondern nur zu oft ehrenamtliche, regionale Zusammenschlüsse  von engagierten Bürgerinnen und Bürgern. Also lassen wir die Kirche mal im Dorf und geben dem neuen Start im Bargteheider Kino alle guten Wünsche mit auf den Weg. Sachlichkeit ist angesagt. Etwas weniger Show und mehr Freiheit, Fakten, Fairness!

 

Ihr

Dirk Backen

Vorsitzender FDP Bargteheide

28.11.2018

 

Durchwursteln in Bargteheide.

 

Um es mal vorsichtig auszudrücken: Der Abstimmungsprozess zum Haushalt verlief bis jetzt - nun sagen wir: verbesserungswürdig. Ein stringenter Ablauf war für uns jedenfalls nicht so richtig erkennbar. Da nach Ansicht einiger politischer "Silberrücken" (Sie wissen schon, die ältesten und größten Gorillas) auch keine Änderung nötig ist, "wursteln" wir uns eben weiter so durch. So tagen z. B. viele Menschen in Ausschüssen und beraten intensiv darüber, wie z. B. eine Abteilungsleiterin in der Verwaltung das Geld zur Fortbildung ihres Personals doch noch besser ausgeben könnte. Kann man so machen ... führt aber zu wenig.

 

In einzelnen Ausschüssen werden Unterbudgets beraten, die anschließend im mächtigen Finanzausschuss dann doch nicht so genehmigt werden und weil es auch hier nicht so richtig mit einer koordinierten Vorgehensweise klappt, vertagt man sich auf eine informelle Abstimmungsrunde unter den Parteien, damit man wenigstens hinter verschlossener Tür mal zu einem Ergebnis kommt. 

 

Ehrlich? Das geht auch effizienter. Klare Terminsetzungen, klare Begrifflichkeiten, klare Prozesse. Könnte man klar regeln, in einer Anlage zur Geschäftsordnung z. B., wenn man es denn nur wollte... Na ja, wir geben die Hoffnung nicht auf und setzen uns weiterhin für Verbesserungen ein.

 

In diesem Sinne

FREIHEIT, FAKTEN und FAIRNESS

 

Ihre Freien Demokraten

 

30.10.2018

 

Der Ablasshandel der Moderne ...

 

 

Haben Sie auch schon eines gesehen? Ich meine eines dieser Kinder, die sich nach Ansicht von Frau Mac Arthur (Ortsvorsitzende der Grünen) in Bargteheide gefährlich ungesund auf Auspuffhöhe bewegen? Die Rathausstraße als Foltermeile der Moderne ... Die Assoziation zur lebenszerstörenden Crack-Pfeife, an der es offenbar ähnlich ungesund ist zu schnuppern, ist dann auch nicht mehr weit. Egal, ein bisschen Hölle als Bedrohung aufgebaut und schon sprudeln die Einnahmen, ob nun aus Mitgliedsbeiträgen oder in der Währung von Stimmen am Wahltag. Das Geschäftsmodell erinnert mich schon ein wenig an die Ewige Verdammnis predigenden katholischen Ablasshändler im Mittelalter. Grün sein, muss man sich leisten können, schrieb Jan Fleischhauer unlängst im Spiegel und das ist nicht verblüffend.

 

Ja, Frau Mac Arthur hat natürlich Recht, wenn Sie den Zustand unseres Weltklimas beanstandet, aber indem wir die Rathausstraß sperren oder ein luxuröses Fahrradparkhaus am Bahnhof bauen, lösen wir nichts von diesem Problem, rein gar nichts. Wir tragen auch nichts dazu bei.

 

Zur viel gepriesenen E-Mobilität bedarf es des Rohstoffs Kobalt, der unter höchst fragwürdigen Umweltbedingungen in China verarbeitet wird, bevor er im Tesla oder so landet. Und ja, 20% der Kobalt-Weltproduktion stammt aus Kleinstbergwerken, z. B. im Kongo, in denen Menschen und zumeist Kinder unter gefährlichen Bedingungen den kostbaren Stoff ans Tageslicht befördern. An nahezu jeder grüner Monstranz klebt eben immer auch ein wenig stinkende Wirklichkeit.

 

Übrigens: Wenn ich mit meinem Euro-6 Diesel zum Einkaufen in die Innenstadt fahre (was übrigens nur im Ausnahmefall vorkommt, da ich Fahrrad oder Handwagen bevorzuge), dann fahre ich rund 2 km (1 km hin, 1 km zurück). Sollte ich dieses - rein hypothetisch - zweimal die Woche machen, dann fahre ich also rund 200 km im Jahr. Wer einmal nach Mallorca fliegt, erzeugt  in seiner persönlichen CO2-Bilanz genauso viel CO2, wie ich mit meinem Auto nach rund 6000 km. Klartext: Wer einmal in den Club Med nach Las Palmas fliegt, handelt genauso umweltschädlich wie ich, wenn ich 30 Jahre lang zum Einkaufen in Bargteheide mein Auto nutze. 

 

Jedoch nach Ansicht von Frau Mac Arthur sind ich und mein Auto ja wohl das Hauptproblem ihres Weltuntergangs-Szenarios ... na dann: Halleluja!

 

 

In diesem Sinne

FREIHEIT, FAKTEN und FAIRNESS

 

Ihr Dirk H. Backen

Stadtvertreter, Freie Demokraten

 

17.10.2018

 

Bericht aus der Werkstatt ...

 

Habe gerade das heutige Politikerwort im Markt gelesen und muss ein wenig schmunzeln. 

 

Die Vorstellungen unseres parteilosen Stadtvertreters sind sicher nicht per se naiv, aber manche eben doch. Richtig ist, dass die Verwaltung eine Übersicht erstellen soll, welche Projekte mit größeren Investitionen mit den zu erwartenden Kapazitäten (finanziell, personell usw.) abgleichen soll. Sich dann aber vorzustellen, man könne sich dann politisch einmalig auf eine einzige Prioritätenreihenfolge einigen, um dann "entspannt" den Haushalt zu beraten, ist wohl nicht ganz realistisch. Wir Freien Demokraten haben dauerhaft andere Prioritäten als z. B. die Grünen. Klar, die Feuerwache wollen alle ganz oben sehen, alles andere wäre Blödsinn. Beim Fahrradparkhaus zum Beispiel aber scheiden sich die Geister schon ganz deutlich. Während einige hier gerne mit reichlich öffentlicher Förderung ein Statussymbol in Bargteheide errichten wollen, wären wir zunächst mal für die bessere Herrichtung der rund 50 abschließbaren Fahrradstellplätze am Bahnhof, von denen so etwa 3 zurzeit genutzt werden. Teure Elektrofahrräder kann man dort bestens sicher unterbringen. Insofern ist auch der Antrag der WfB zum Ankauf von noch mehr Boxen nicht wirklich zielführend. Die Anschaffung ist es ja nicht alleine. Unterhalt, Reparaturen, Vandalismus usw. lassen in den Folgejahren nicht auf sich warten und dann zumeist ohne Zuschuss. Bevor man sich also das nächste jährliche Kostenkonto auf die Schultern lädt, sollte man vielleicht mal etwas wirtschaftlichen Sachverstand walten lassen. Wir werden diesen Widerstand in jeder Phase der Haushaltsberatungen -  zwar nicht entspannt, aber sachlich - anbringen. Insofern ist die Idee, man könne sich einigen und dann gemeinsam vom selben Notenblatt singen, wohl kaum realistisch. 

 

Gleiches gilt für den Wunsch, nun unbedingt eine Ringbuslinie (mit reichlich Zuschussbedarf wohlgemerkt) in Bargteheide einzurichten. Bedarfsermittlung? Fehlanzeige, es könnte ja ein ungewolltes Ergebnis herauskommen... Bei Herleitung eines konkreten Bedarfs hat man uns gewonnen, bei bloßen Annahmen und noch so gut gemeinten Träumereien allerdings nicht.

 

Übrigens: Die Erklärung der Grünen in der letzten Sitzung der Stadtvertretung am 27.09.2018 zur Wiederherstellung des Burgfriedens in Bargteheide war in Ordnung. Man kann sie sogar auf der Internetseite der Grünen nachlesen. Ich finde das anständig und werde Frau Dr. Kastner meine Stimme geben, wenn sie erneut zur Wahl vorgeschlagen wird. Ohne das Wort Entschuldigung explizit zu erwähnen, ist dennoch deutlich geworden, dass man eine Brücke bauen will, die auch die Betroffenen dieses Wahlstreits überschreiten können. Interessant ist nur, dass das Online-Forum Bargteheide aktuell im Gegensatz zu allen anderen anwesenden Medien NICHT darüber berichtete. Sähe ja auch nicht ganz optimal für die Grünen aus, wenn das alles 4500 Follower mitbekämen. Die Geschäftsführerin ist übrigens Vorsitzende der Grünen... Wie heißt es doch so schön im Wahlspruch des britischen Hosenbandsordens: "Ein Schuft, wer Schlimmes dabei denkt...." 

 

In diesem Sinne

FREIHEIT, FAKTEN und FAIRNESS

 

Ihr Dirk H. Backen

Stadtvertreter, Freie Demokraten