Stadtentwicklung

Die Freien Demokraten stehen für eine ganzheitliche Stadtentwicklung in Bargteheide, die alle denkbaren Aspekte zusammenbindet und ein Konzept daraus macht. Wir sind gegen Schnellschüsse und Effekthascherei, die am Ende unter Umständen noch teuer bezahlt werden müssen.

 

Ein gutes Beispiel für die Flickschusterei der letzten Jahre ist das Bahnhofsvorfeld in Verbindung Projekten wie z. B. die neu zu bauende Parkpalette, Radstellplätze und die geplanten Baumaßnahmen "An den Stücken" zur Schaffung von Wohnraum, einschließlich Sozialwohnungen. Allzu gerne wird über ein einzelnes Projekt gestritten, ohne die zahlreichen Verbindungen zu sehen, die die Projekte untereinander haben. Wo neue Wohnungen entstehen, müssen Straßen hinreichend leistungsfähig sein. Schulen, Kitas, Gesundheitsinfrastruktur und Einkaufsmöglichkeiten (als Beispiel) müssen das aufnehmen können. Wir setzen uns in der Stadtvertretung stets für eine Gesamtplanung ein.

Unser besonderes Anliegen ist die langfristige Erschließung von Wohnflächen. Bargteheide wird im Zuge des Wachstums der Metropolregion Hamburg weiter wachsen. Wir wollen dies nicht verhindern, aber dennoch mit Vernunft und Augenmaß gestalten. Moderates Wachstum wird uns möglicherweise mittel- bis langfristig an den Meilenstein von 20.000 Einwohnern heranführen. Da muss dann alles  stimmen: Verkehrsplanung, Schulen, Kitas, Ganztagsbetreuungsmöglichkeiten, medizinische Versorgung, Kultur- und Freizeitangebote usw. 

 

Erreichen wir diese Größenordnung, werden wir ein eigenes Bauamt und ein eigens Straßenverkehrsamt aufbauen können. Das gibt uns die dringend notwendige Unabhängigkeit von den Entscheidungen in der Kreisverwaltung, die leider nicht immer Bargteheider Bedürfnissen entsprechen.

 

Vergessen wir nicht unsere schöne Bargteheider Innenstadt. Sie hat ihren kleinstädtischen Charme bewahren können, gerät aber zunehmend unter Druck durch den Online-Handel. Die Freien Demokraten setzen sich für eine Stärkung unserer Kaufleute ein. Sie sollen auch in Zukunft mit ausreichender Kaufkraft rechnen können. Der jüngste Entschluss gegen die Abwanderung von Kaufkraft nach Elmenhorst wird zwar grundsätzlich von uns mitgetragen, aber wir wehren uns auch gegen wettbewerbsverzerrende Regulierungen. In der Wirtschaft muss man sich ständig der Konkurrenz stellen und das Angebot verbessern. Letztlich kommt uns das als Kunden zugute. Zunehmende Geschäfte auf der grünen Wiese und Verödung der Innenstädte sind zumeist betriebswirtschaftlich begründet.  Wollen wir jedoch die Lebensqualität in Bargteheide und seiner Innenstadt verbessern, so erreichen wir das nicht durch Verordnungen, sondern am ehesten durch eine Verbesserung der Wettbewerbssituation.

Bargteheides Feuerwehr platzt buchstäblich aus den Nähten. Wir unterstützen die Anpassung der Infrastruktur an den Bedarf. ABER: Wir kritisieren ganz eindeutig die mangelnde Kostenkontrolle in der zurückliegenden Planung. Ausgegangen wurde bei dem geplanten Neubau in der Nähe des Seniorendorfes von einem Kostenrahmen von 5 Mio €, der sich inzwischen allerdings schon verdoppelt hat. Das bringt den ohnehin angeschlagenen mittelfristigen Finanzplan an seine Grenzen! Wir halten angesichts dieser drastischen Kostensteigerung eine Überprüfung des Vorhabens für zwingend geboten. Dabei sind ALLE Alternativen zu prüfen, die kostengünstiger die gesetzlichen Vorgaben erfüllen können. Last but not least gilt es, das Nadelöhr Eisenbahnbrücke an der Lohe im Auge zu behalten. Sollte die Bahn hier im Zuge das Ausbaus der Strecke nach Lübeck (Fehmarnbeltquerung) eine dickere Überführungsplatte aufsetzen wollen, so kann die Mindestdurchfahrtshöhe für unsere Löschzüge gefährdet sein. Das wäre ein fataler Planungsfehler. Wir müssen also schon jetzt Vorsorge treffen. Die Freien Demokraten setzen sich daher für einen zügigen Ausbau der Westumgehung ein. Der Südring sollte über eine zweite Überführung ca. 300 m südlich der jetzigen Eisenbahnbrücke in einem Bogen südlich der Gewerbeflächen bis zur Höhe des Famila-Marktes verlängert werden. Ein Planfeststellungsverfahren für so ein Projekt dauert Jahre. Wir fordern daher dringend vorausschauendes Handeln. Nicht erst morgen, sondern heute.