Verkehr

Bargteheide kann in Zukunft bestimmte Verkehrsplanungsaufgaben für seine eigenen kommunalen Verkehrswege wahrnehmen. Die Aufsicht liegt aber nach wie vor beim Kreis, der in der Vergangenheit nicht immer unsere örtlichen Anliegen unterstützen wollte. Die Freien Demokraten begrüßen daher diesen Teilschritt in die Selbständigkeit, wenn es um den Verkehr geht. 

 

Wir sehen - neben den aktuellen Prioritäten der Stadtverwaltung - auch den Ausbau der Umgehungsstraße (Westring) als vordringlich an. Zur Notwendigkeit einer zweiten Bahnquerung im Bereich Lohe haben wir schon im Kapitel Stadtentwicklung Stellung genommen. 

 

Für den Öffentlichen Personennahverkehr begrüßen wir den Anschluss Bargteheides an das S-Bahn-Netz mit der Linie S4. Ohnehin ist auf dieser Strecke aber schon jetzt Verbesserungsbedarf vorhanden. Die RB 81 hat zu viele Ausfälle und Verspätungen. Hier muss Bargteheide auf Nachbesserungen drängen!

 

Außerdem müssen wir die Zubringung zum Bahnhof verbessern und dabei auch flexibel bleiben. Anruf-Sammle-Taxis, Kleinbusse und neue Haltestellen in Wohngebieten müssen überlegt werden. Dabei darf das Gewerbegebiet nicht vergessen werden, denn hier endet zumeist die morgendliche Pendelei, bzw. beginnt sie abends.

 

Bargteheide ist eine gut zentrierte typische norddeutsche Kleinstadt. Hier fährt man gerne mit dem Rad und ist in wenigen Minuten an nahezu jedem Ort innerhalb der Stadtgrenzen. Unsere Kinder nutzen das Rad für ihren Schulweg. Für das Radwegenetz kann und muss man deshalb immer wieder nach Verbesserungen streben. Dabei liegt uns die Sicherheit aller(!) Verkehrsteilnehmer am Herzen. Fußgänger - gerade unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger - müssen z. B. im Nadelöhr Rathausstraße sicher die Gehwege benutzen können. Wir fordern hier bessere Markierungen und auch zusätzliche Warnschilder sollten geprüft werden.

 

Die E-Mobilität wird in den kommenden Jahren an Bedeutung gewinnen. Wir Freien Demokraten tragen Sie aber nicht wie einen heiligen Gral vor uns her. Wir sehen Klimaschutz immer im Gesamtzusammenhang und stehen teuren Insellösungen kritisch gegenüber. Für die Stadtentwicklung aber heißt das: B-Pläne müssen die wachsende E-Mobilität in Zukunft besser berücksichtigen.  Lademöglichkeiten dürfen dabei nicht nur den Grundeigentümern zur Verfügung stehen. Auch im Mietwohnungsbereich (v. a. im Geschossbau) muss dieses für jedermann erschwinglich und zugänglich sein.